Content Marketing & Co. – alles nichts Neues?

Weder Sie noch ich erfinden jeden Tag neue Produkte oder Dienstleistungen. Seit Jahren verfolge ich die selbst ernannten Marketingexperten, die unter neuem Namen und in etwas anderer Verpackung wieder und wieder die gleichen Strategien verkaufen wollen. So, als hätten sie diese selbst erfunden. Witzig. Ein Kunde von mir ging letztens zu einem Vortrag, in dem die neuesten Vertriebsgeheimnisse gelüftet werden sollten.

Immerhin nahm er das positive Gefühl mit nach Hause, ein Hellseher zu sein. Der kluge Redner erzählte nichts, was mein Kunde nicht schon wusste. Aber er benutzte zahlreiche neue Ausdrücke und brachte alles in neue Zusammenhänge. Immerhin. Das ist wie bei den Frauenzeitschriften, immer die gleichen Themen: Diäten, Frisuren, Sex. Glauben Sie wirklich, da steht irgendetwas Neues drin? So viele Möglichkeiten, sich die Haare zu stylen, um abzunehmen oder zum Orgasmus zu kommen gibt es nun wirklich nicht. Aber genau das ist ja der Zauberkasten der Werbung. Wer keinen USP hat, zaubert sich einen. Alte Inhalte unterziehen sich einem Facelifting,  werden aus einer neuen Perspektive betrachtet oder grundsätzlich neu aufbereitet.

Kürzlich brachte es ein so genannter „Trendletter“ auf den Punkt: Content Marketing ist nichts weiter als PR. Wo sonst geht es um Inhalte, um Storytelling, wenn nicht in der guten alten Öffentlichkeitsarbeit. Der einzige Unterschied zu gestern: Heute gibt es mehr Kanäle. Die neuen Medien eröffnen uns andere Möglichkeiten, Inhalte aufzubereiten, mehrfach zu verwerten und mehrfach zu nutzen – nicht nur zur Information des Lesers sondern auch zur Speisung von Suchmaschinen. Heutzutage texten wir für Mensch und Maschine. Das ist das Besondere. Verlangt ein  anderes Wissen. Ist aber von der Strategie her nichts Neues. Im Werbetext war es schon immer üblich, den Text auf das jeweilige Medium abzustimmen. Damit ich den Leser genau da anspreche, da abhole, wo er sich gerade befindet. Eine Plakatwerbung wird von Fußgängern oder Autofahrern im Vorbeifahren wahrgenommen. Eine Anzeigenwerbung beim Durchblättern einer Zeitung – auf dem Sofa, im Wartezimmer. Eine Facebookwerbung beim Checken der privaten Posts – nach Feierabend oder am Wochenende. Eine Pressemeldung muss erstmal den Redakteur überzeugen. Eine Online-Pressemeldung erreicht die Öffentlichkeit ohne diesen Umweg.

Fazit: Die gleichen Inhalte brauchen immer wieder eine an das Umfeld angepasste Aufbereitung, wenn sie wahrgenommen werden und Wirkung zeigen sollen. Dafür braucht es Strategien. Und es braucht einen guten Texter, der die Medien und ihre Besonderheiten kennt, der sich hineinversetzt in Ihre Kundschaft. Das ist nichts Neues. Dafür sind Werbetexter und PR-Texter da. Dafür bin ich da. Nicht neu, dafür ziemlich erfahren.

Ihre Daniela Wohlfromm

 

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Daniela Wohlfromm

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